Exkursion nach Frankfurt SoSe 2017

Bericht über die Exkursion nach Frankfurt vom 06.04.2017

Vor den Unternehmensterminen

Am 06.04.2017 trafen sich unsere 27 Teilnehmer im Business-Outfit bereits um 08:30 Uhr in der Parkstraße in Geislingen. Die Abfahrt erfolgte in vollständiger Gruppe und mit großer Vorfreude pünktlich gegen 09:00 Uhr. Nach kleineren Staus kamen wir gegen 12:30 Uhr in Frankfurt/ Eschborn an. Somit standen wir pünktlich zu unserem ersten Termin um 13:00 Uhr bereit.

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Bild 1: Ankunft in Frankfurt

Zu Besuch bei Ernst & Young, ab 13:00 Uhr

Überblick: Unser erster Unternehmenstermin des Tages fand im etwa 2.000 Mitarbeitern starken Standort von Ernst and Young (auch bekannt als EY) in Frankfurt statt. Im 1.OG wurden wir bei einem leckeren Mittagssnack empfangen. Auf der Agenda stand eine Vorstellung des Unternehmens, eine Vorstellung des Real Estate Fachbereichs sowie ein Bericht aus Sicht eines Alumni unserer Hochschule. Abgerundet wurde das Treffen mit einer interessanten Case Study, bei der sich alle beteiligen konnten.

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Bild 2: Der Standort von EY/ Eschborn

Der Termin: Bei der Unternehmenspräsentation erfuhren wir, dass EY mit etwa 9.400 Mitarbeitern zu den führenden Wirtschaftsprüf – und Beratungsgesellschaften gehört. Gemäß dem Leitspruch „Building a better working world“ wurden die besondere Arbeitskultur (diverse Arbeitgeberauszeichnungen) und das besondere Engagement in der Gesellschaft hervorgehoben. Außerdem wurden wir über die verschiedenen Abteilungen wie Advisory Services, Assurance Services, Tax & Law Services, Transaction Advisory informiert. Hervorgehoben wurde besonders die weltweite Aufstellung des Unternehmens und die Marktkenntnis von EY um jederzeit „dem Markt entsprechende Angebote in einer sich verändernden Welt“ anbieten zu können.

Im Real Estate Bereich zählen zu den Kernkompetenzen von EY die Digitalisierung, Strategieberatung, Portfoliomanagement, Organisations/Prozessberatung, immobilienspezifische IT-Beratung, internationale Standortsuche, Machbarkeitsstudien, Transaction+Capital und Transformation. Zusammenfassend bietet EY also Beratung in jeder Phase des Immobilienzyklus, ohne dabei Maklerleistungen anzubieten. Des Weiteren kommt EY mit seinen zahlreichen Veröffentlichungen, wie dem jährlichen Immobilientrendbarometer, eine besondere Bedeutung in Sachen Marktexpertise zu.

Anschließend berichtete eine Alumni unserer Hochschule von Ihren ganz persönlichen Erfahrungen, „Auslandseinsätzen“ und EY als Arbeitgeber. Praktikanten gibt es etwa 4-7 im Real Estate Bereich. Eine Bewerbung sei etwa 3 Monate im Voraus vonnöten. Zwecks der Karrieremöglichkeiten im Real Estate Bereich (etwa 200 Mitarbeiter in Deutschland) wurden wir über Traineeprogramme, Praktika und den Berufseinstieg bei EY informiert.

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Bild 3: Unternehmenspräsentation bei EY

Nach diesem Bericht besprachen wir eine Case Study zur Strategieentwicklung. Gegeben war das Immobilienportfolio eines Bestandshalters mit unterschiedlichen Nutzungsarten. Das Ziel war die Optimierung des Immobilienportfolios hin zu einer risikoarmen Anlage bei gleichzeitig guter Rendite. Folglich beurteilten wir die Sicherheit, Rendite und den Leerstand des Portfolios. Schlussendlich kamen wir zu dem Ergebnis, die zu starke Konzentrationen einer Nutzungsart abzubauen und stattdessen mehr zu diversifizieren. Außerdem gab es noch „Sonstige Objekte“, bei welchen wir aufgrund von zu hohem Leerstand eine Exitstrategie vornehmen sollten. Auch die räumliche Diversifizierung sollte gesteigert werden. Das ganze veranschaulichten wir zusätzlich mit einer Nutzwertanalyse. Das Ergebnis war die räumliche Diversifizierung auf die Nutzungsklassen Büro und Wohnen.

Im Anschluss konnten wir zahlreiche Fragen stellen. Nach unserer Danksagung und dem Überreichen unseres Weinpräsents gegen 16:15 Uhr verließen wir das Gebäude.

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Bild 4: Die Fahrt zum zweiten Unternehmenstermin

Zu Besuch bei BNP Paribas Real Estate, ab 17:00 Uhr

Überblick: Unser zweiter Unternehmenstermin fand bei der BNP Paribas Real Estate in Frankfurt statt. Wie im Voraus vereinbart, trafen wir gegen 17:00 Uhr in der obersten Etage der Büroräumlichkeiten ein. Bei sehr entspannter Stimmung wurde jeder persönlich begrüßt und bekam sein eigenes Namensschild. Auf dem Programm standen Tätigkeitsberichte, eine Case Study, eine Ausarbeitung in Kleingruppen, ein kleines Abendessen sowie ein Bericht über das Praktikum von unserem 2. Vorstand von ImmoPoint e.V., Herrn Grabenhorst, bei BNP.

Der Termin: Der Termin begann mit einer Vorstellungsrunde. Zuerst stellten sich alle anwesenden Mitarbeiter von BNP Paribas bei uns ausführlich vor und berichteten kurz über ihre Tätigkeiten. Mit dabei waren unter anderem Personen aus dem Recruiting, der Bewertung/ Investmentstrategie, dem Property Management, der TOP-150 Investorenbetreuung und auch ein Alumni unserer Hochschule. Anschließend erfolgte die Vorstellung jedes Einzelnen in entspannter Atmosphäre.

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Bild 5: Vorstellungsrunde bei BNP

Nach den Vorstellungen hatten alle ein genaues Bild von den jeweils anderen. So konnten wir uns nun mit dem Unternehmen beschäftigen und wir erhielten einen groben Überblick über ein „dynamisch, frisches Unternehmen“. Das französischstämmige Unternehmen BNP Paribas betreibt hauptsächlich banknahe  Geschäfte und ist dabei dezentral aufgestellt. Dem Real Estate Bereich des Unternehmens kommt dennoch eine bedeutende Rolle zu: So ist BNP ein umfassender Experte auf dem deutschen Immobilienmarkt.

Nach dem kurzen Überblick wurden wir in 4 Gruppen aufgeteilt und bearbeiteten die Bedeutung der verschiedenen Teilbereiche des Real Estate Bereichs anhand von Informationsmaterial, Flyern, Exposés, und Videos. Wir bekamen dabei jeweils einen Experten aus den entsprechenden Bereichen an die Seite gestellt. Die Aufgabe war, den Unternehmensbereich in einer 2-minütigen Kurzpräsentation vorzustellen, sowie ein Rollenspiel vorzubereiten für einen typischen Geschäftsfall in dem jeweiligen Bereich. Die Bereiche waren: Transaction, Consulting, Valuation, Property Management und Investment Management. Diese Ausarbeitung war sehr lehrreich und die anschließenden Rollenspiele sorgen für viel Spaß. Im Anschluss erhielten wir eine Ergänzung unserer Vorträge und eine Beurteilung/ konstruktive Kritik zu unseren Rollenspielen. Folgende Empfehlungen gab es: Die Aussagen der Kunden wiederholen um verstärktes Verständnis zu zeigen, am Ende von jedem Gespräch eine verbindliche Aussage treffen, besser herausfinden was genau der Kunde möchte, die Provision nicht rechtfertigen, Mitgefühl zeigen, Smalltalk machen  und Weiteres.

Nach der Arbeit in den Kleingruppen machten wir eine kleine Esspause bei leckeren Snacks und es ergaben sich erste Gespräche zwischen den Mitarbeitern von BNP und unseren Studierenden.

Im Anschluss berichtete Henrik unter großem Interesse der Studierenden von seinem Praktikum bei BNP und seinem Weg dorthin.

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Bild 6: Henrik berichtet über BNP

Zum Abschluss betrachteten wir gemeinsam eine Case Study mit dem Thema der Immobilienwertermittlung. Dabei galt es, den Opernturm in Frankfurt zu bewerten. Gemeinsam besprachen wir die drei gängigen Bewertungsverfahren: Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren und Vergleichswertverfahren. Für unsere Immobilie ist hauptsächlich das Ertragswertverfahren nötig, da es sich um ein Kapitalanlageobjekt handelt, bei dem die Rendite im Vordergrund steht. Schließlich kauft ein Investor vor allem die Mietverträge. Um was für ein Gebäude es sich handelt, spielt nur eine nachrangige Rolle. Wir besprachen die Risikoklassen Standort, Mieterstruktur, Vermietungsstand und Vertragslaufzeit ebenso wie die Anlagestrategien Core, Core+, Value-Add und Opportunistic. Letzten Endes bestimmten wir mit einem Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger) den Wert der Immobilie.

Am Ende der Veranstaltung gab es nochmal etwas zu Essen und wir konnten den Tag bei einem kühlen Getränk Revue passieren lassen und zahlreiche Fragen stellen.

Gegen 21:00 Uhr erfolgte die Rückfahrt nach Geislingen. Nach einigen Staus kamen wir gegen 01:30 Uhr in unserer Hochschulstadt an.

Zusammenfassend ziehen wir ein sehr positives Fazit. Alle Teilnehmer waren sehr engagiert, interessiert und wir bekamen im Nachhinein durchweg positives Feedback von den Studierenden. Auch die besuchten Firmen hatten großen Spaß mit uns und sahen sich sehr kompetenten und interessierten Studierenden gegenüber.

Wir bedanken uns in allem Maße bei den besuchten Firmen für die investierte Zeit, den Aufwand, die finanzielle Unterstützung und das große Interesse an uns.

Ein Dank geht auch an die Hochschule und an den Freundeskreis Studiengang Immobilienwirtschaft für die tatkräftige Unterstützung. Ein besonderer Dank auch an unsere Organisatoren von ImmoPoint e.V. für eine gelungene Exkursion und schlussendlich auch an die Teilnehmer, die unseren Studiengang mehr als angemessen repräsentiert haben.

 

Geislingen an der Steige, 12.04.2017

 

Die Vorstandschaft von ImmoPoint e.V.

Alexander Rommel

Henrik Grabenhorst

Maximilian Reiff

Maximilian Rosenberg

Michelle Ritter

Jasmin Philipp